Dem quantitativen Patentbegriff folgt eine Untersuchung der Computerzeitung C't, die in Heise Online angekündigt ist. IBM wird als "Patentmeister" gefeiert. Der Halbleiterhersteller "Intel hat im Jahre 2003 nahezu 50 Prozent mehr US-Patente erteilt bekommen als im Jahr zuvor. Spitzenreiter bleibt jedoch wie schon in den letzten elf Jahren IBM mit rund 3400 erteilten Patenten. Wie eine Auswertung für die am Montag erscheinende c't 2/04 auf dem Patentserver des US Patent Office ergab, hat Intel mit 1595 Patenten den Konkurrenten AMD (907 Patente) wieder weit überholt." Das Heise hier Patentinflation frenetisch bejubelt, zeigt, dass das Problembewusstsein für das aus dem Ruder geratene Patentsystem der Vereinigten Staaten nicht überall vorhanden ist, und es der Informationsarbeit bedarf. Übrigens sind z.B. Aussagen der Intel-Führung über die Probleme des amerikanischen Patentsystems schon lange dokumentiert. Der zugrunde liegende quantitative Patentbegriff, gleichgesetzt mit Innovationskraft, unterbietet das übliche Niveau des Heise Verlags. Zugleich verdeutlicht es die Notwendigkeit einen qualitativen Patentbegriff stärker zu kommunizieren.
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Published:
2004-01-10